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Das ändert sich 2019

Die wichtigsten Neuerungen rund um Alltag, Familie, Beruf & Co.

Mehr Zeit für sich, gesünder essen, Energie sparen – gute Vorsätze sind der Klassiker zum Jahres­wechsel. Ob Ihr Plan 2019 aufgeht? Das kann man jetzt noch nicht wissen. Dafür aber, was sich definitiv im neuen Jahr verändert.

Bessere Konditionen für Familien

Das neue „Gesetz zur Stärkung und steuerlichen Entlastung der Familien sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen“ (FamEntlastG) greift 2019.

Das monatliche Kindergeld steigt ab 1. Juli 2019 um zehn Euro auf 204 Euro jeweils für das erste und das zweite Kind. Für das dritte Kind gibt es 210 Euro, für jedes weitere Kind jeweils 235 Euro. Der jährliche kind­bedingte Frei­betrag (Kinder­freibetrag) wird auf 7.620 Euro angehoben. 2020 steigt dieser weiter auf 7.812 Euro.

Höherer Mindest­lohn, Ausweitung der Gleitzone für Midi­jobber

Ab dem 1. Januar verdienen Arbeit­nehmer mindestens 9,19 Euro pro Stunde statt derzeit 8,84 Euro. Auch etliche Branchen­mindest­löhne steigen, unter anderem im Dach­decker- und Elektro­handwerk, bei Zeit­arbeitern und in der Pflege.

Eine weitere Neu­regelung betrifft die soge­nannten Midi­jobs. Der Übergangs­bereich zwischen einem auf 450 Euro pro Monat begrenzten Minijob und einer sozial­versicherungs­pflichtigen Beschäftigung wird ausge­weitet. Statt den bisher maximal möglichen 850 Euro dürfen Midi­jobber nun ein Monats­einkommen von 1.300 Euro erzielen.

Neue Beitrags­sätze für Arbeit­nehmer und Arbeit­geber

Ab dem 1. Januar 2019 sinkt der Beitrag zur Arbeitslosen­versicherung von 3,0 auf 2,5 Prozent. Diese Regelung gilt befristet bis zum 31. Dezember 2022. Danach wird der Beitrag dauer­haft auf 2,6 Prozent fest­geschrieben.

In der Pflege­versicherung erfolgt zum Jahres­wechsel 2019 eine Beitrags­erhöhung. Hier sind insgesamt 3,05 Prozent fällig, die von Arbeit­nehmer und Arbeit­geber 50:50 geteilt werden (Ausnahme Sachsen, hier trägt der Arbeitnehmer 2,025 Prozent, der Arbeitgeber 1,025 Prozent). Kinder­lose Steuer­pflichtige ab dem vollendeten 23. Lebensjahr müssen unverändert einen Zuschlag von 0,25 Prozent zahlen, den sie alleine tragen.

Der Grund­freibetrag bei der Einkommen­steuer steigt auf 9.168 Euro (bei Zusammen­veranlagung: 18.336 Euro). Erst wenn das zu versteuernde Einkommen den Grund­freibetrag übersteigt, wird Einkommen­steuer fällig.

Mehr Geld für die Alters­vorsorge

Die Beitrags­bemessungs­grenze für die gesetzliche Renten­versicherung steigt auf 80.400 Euro (West) beziehungs­weise 73.800 Euro (Ost). Damit kann auch mehr Geld für die betriebliche Alters­vorsorge eingesetzt werden.

Denn bis zu vier Prozent der Beitrags­bemessungs­grenze (also 268 Euro monatlich) können ohne Abzug von Sozial­abgaben und bis zu acht Prozent (536 Euro monatlich) ohne Abzug von Steuern in eine Direkt­versicherung, Pensions­kasse oder einen Pensions­fonds investiert werden.

Bei Neu­zusagen für eine Entgelt­umwandlung gilt ab Januar 2019 sowie für bestehende Vereinbarungen ab 2022 ein neuer Arbeitgeber­zuschuss von 15 Prozent des jeweiligen Betrages. Auch der Sonder­ausgaben­abzug für Beiträge zu einer Basis-Rente wird ab 2019 bis 2025 jährlich angehoben.

Brücken­teilzeit und steuer­rechtliche Vorteile beim Jobticket

Arbeitnehmer haben ab 2019 einen Rechts­anspruch auf befristete Teilzeit. Sie können ihre Arbeits­zeit für eine bestimmte Zeit reduzieren und danach wieder zu einer Vollzeit­stelle zurück­zukehren. Diese neue Brücken­teilzeit greift für alle Arbeit­nehmer, die ab dem 1. Januar 2019 einen Arbeits­vertrag in Teilzeit abschließen. Dies gilt aber nur in Unternehmen mit mehr als 45 Mitarbeitern.

Damit der Verzicht aufs eigene Auto attraktiver wird, sind vom Arbeit­geber geförderte Job­tickets für den öffentlichen Personen­nahverkehr nicht mehr als geldwerter Vorteil steuer­pflichtig. Die steuer­freie Arbeitgeber­leistung wird auf die Entfernungs­pauschale angerechnet.

Arbeit­nehmer dürfen Dienst­fahrräder künftig steuer­frei privat nutzen. Auch wer einen E- oder Hybrid-Dienst­wagen privat nutzt, wird entlastet. Die Steuer­last für den geldwerten Vorteil verringert sich von monatlich einem Prozent auf nur noch 0,5 Prozent des Listen­preises. Dies gilt für Fahr­zeuge, die zwischen dem 1. Januar 2019 und 31. Dezember 2021 angeschafft werden.

Neues bei Renten­ansprüchen, Verbesserungen für Mütter

Das Renten­niveau soll bis zum Jahr 2025 bei 48 Prozent gehalten werden. Der Beitrags­satz zur Renten­versicherung soll bis 2025 nicht über 20 Prozent steigen.

Die Zurechnungs­zeiten bei der Erwerbs­minderungs­rente werden angehoben. Wer einen neuen Antrag stellt, soll renten­rechtlich so behandelt werden, als ob er bis zum eigentlichen Renten­eintritts­alter gearbeitet hätte.

Alle Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren sind, bekommen künftig zusätzliche Renten­ansprüche. Sie erhalten 2,5 Rentenpunkte und 2,5 Jahre Erziehungs­zeit anerkannt. Müttern, deren Kinder nach 1992 geboren sind, werden drei Jahre angerechnet.

Damit ist Ihre erste Vorbereitung aufs neue Jahr abgeschlossen. Ihr Berater hilft Ihnen gerne, auch Ihre Finanzen für 2019 fit zu machen.

Ihre Sparkasse Burgenlandkreis wünscht Ihnen alles Gute und viel Erfolg im neuen Jahr.

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